Mabon

Mabon damals und heute

Viele denken an ein Herbstfest, das zur Tag- und Nachtgleiche gefeiert wird, und deshalb wird Mabon häufig mit Balance und Ernte verbunden.

Warum Mabon kein ursprüngliches keltisches Fest ist

Manche denken auch, dass Mabon ein Fest keltischen Ursprungs ist, jedoch gibt es keine wirklichen Belege, dass die Kelten Mabon feierten. Zudem ist Mabon als ein „Fest“ eine neuzeitliche Erfindung aus dem neuheidnischen Jahreskreis . Der Name Mabon erschien erst in den 1970er-Jahren und bezieht sich auf die walisische Sagengestalt Mabon ap Modron.

Wenn es auch keine schriftlichen Belege gibt, für ein keltisches Fest zur Herbst- Tag und Nachtgleiche, bedeutet dies nicht, dass die Kelten diese unbeachtet ließen.

Es ist wohl anzunehmen, dass die Menschen dieser Zeit den Wechsel der Jahreszeiten sehr bewusst wahrgenommen haben, weil ihr Leben stark von Natur und Ernte abhängig war.

Schließlich war die Ernte eingebracht, die dunkle Jahreszeit begann und das Vieh wurde auf den Winter vorbereitet.

Wir denken bei Mabon heute meist an Dankbarkeit, Innenschau und Balance, aus der Sicht der Kelten war diese Zeit gewiss stärker auf das Überleben ausgerichtet.

Rituale und Gemeinschaft bei den Kelten

Um Wohlwollen, Fruchtbarkeit und Schutz für die kommende dunkle Jahreszeit zu sichern, richteten die Kelten Opfergaben an Naturgeister, Götter und Ahnen . Sie feierten Feste mit Musik, Spielen, gemeinsamem Essen , sie versammelten sich um große Feuer, dies stärkte ihre Gemeinschaft und das Vertrauen in den Kreislauf der Natur.

Die heutige Bedeutung des Mabon Festes

Heute wird Mabon oft mit kleinen Ritualen, Kerzen, Altären und saisonalem Essen gefeiert. Es geht um ein bewusstes Wahrnehmen des Übergangs, weniger um Götterverehrung , Dankbarkeit für das was das Jahr uns gebracht hat. Wir sollten loslassen, was wir nicht mehr brauchen.

Mabon im Wandel der Zeit

So können wir sagen:

  • Die Kelten ehrten in dieser Zeit die Natur mit Ritualen, gemeinsamen Festen und mit Opfergaben
  • Heute ist Mabon eine spirituelle Weiterentwicklung, die denselben Ursprung hat, es geht um die Verbindung mit der Natur und das Vorbereiten auf den Winter, aber in einer Form, die zu unserem heutigen Leben passt.

Für mich als Hexe ist Mabon ein besonders starker Moment im Jahreskreis. Es ist die Zeit, in der Licht und Dunkelheit exakt im Gleichgewicht stehen, ein Augenblick, der mich daran erinnert, dass alles im Leben einen Zyklus hat: Wachstum, Ernte, Loslassen und Neubeginn.

Ich feiere diesen Tag mit Ritualen, Kerzen und Altären voller Herbstgaben: Äpfel, Nüsse, Trauben und frisches Brot symbolisieren die Fülle des Jahres. Ich danke den Göttern und den Ahnen, ehre die Erde für ihre Geschenke und reflektiere, was ich loslassen will, um Platz für Neues zu schaffen.

Mabon ist für mich nicht nur ein Erntedankfest, sondern auch ein Moment der inneren Einkehr und Balance. Es ist ein Augenblick, in dem ich bewusst wahrnehme, wie Licht und Dunkelheit, Aktivität und Ruhe, Geben und Empfangen im Einklang stehen und der mich daran erinnert, diese Harmonie auch in mein eigenes Leben zu tragen.

Du musst nicht einer bestimmten Glaubensrichtung angehören, um dich auf die Herbst Tag- und Nachtgleiche zu besinnen.

Hier ein paar Ideen, wie du Mabon feiern kannst:

Dankbarkeit und Ernte

  • Schreibe dir kleine wie große Dinge auf , wofür du in diesem Jahr dankbar bist.
  • Du kannst dir Brot , Obst oder Nüsse auf den Tisch stellen und ganz bewusst essen.

Saisonales Genießen

  • Du kannst ganz bewusst kochen oder backen, typische Herbstfrüchte, Apfelkuchen, Kürbissuppe eignen sich bestens.
  • Lade vielleicht Freunde und/oder Familie ein, decke den Tisch mit warmen Farben, z.B. rot, orange und gold.
Erlebe die Natur bewusst
  • Sammle bei einem Wald- oder Parkspaziergang Eicheln, Kastanien und bunte Blätter.
  • Dekoriere dein Zuhause herbstlich, so holst du den Wandel der Jahreszeit ins Haus und machst sie dir bewusst.
Schaffe Herbststimmung
  • Zünde Kerzen in herbstlichen Farben an, um das Gleichgewicht von Licht und Dunkelheit zu ehren.
  • Auch Musik, die entspannt oder vielleicht sogar an den Herbst erinnert, passt gut dazu.
Balance und Innenschau
  • Frage dich , wo wünsche ich mir mehr Ausgleich in meinem Leben?
  • Vielleicht beginnst du etwas Neues oder schließt bewusst ein Kapitel ab.
    Für mich als Hexe und Mitglied eines Wicca-Coven ist Mabon ein besonders starker Moment im Jahreskreis. Es ist die Zeit, in der Licht und Dunkelheit exakt im Gleichgewicht stehen, ein Augenblick, der mich daran erinnert, dass alles im Leben einen Zyklus hat: Wachstum, Ernte, Loslassen und Neubeginn.
    In unserem Coven feiern wir diesen Tag mit Ritualen, Kerzen und Altären voller Herbstgaben: Äpfel, Nüsse, Trauben und frisches Brot symbolisieren die Fülle des Jahres. Wir danken den Göttern und den Ahnen, ehren die Erde für ihre Geschenke und reflektieren, was wir loslassen wollen, um Platz für Neues zu schaffen.
    Mabon ist für mich nicht nur ein Erntedankfest, sondern auch ein Moment der inneren Einkehr und Balance. Es ist ein Augenblick, in dem ich bewusst wahrnehme, wie Licht und Dunkelheit, Aktivität und Ruhe, Geben und Empfangen im Einklang stehen und der mich daran erinnert, diese Harmonie auch in mein eigenes Leben zu tragen
Hier die Anregung eines kleinen Rituals für dich
  1. Dankbarkeit: Du kannst einen Teller mit etwas von eurem Essen auf die Mitte des Tisches stellen, jeder sagt, wofür er in diesem Jahr dankbar ist. Das kannst du auch für dich alleine machen , solltest du keine Lust zur Geselligkeit haben.
  2. Lasse los: Schreibe auf einen Zettel etwas, das du nicht mehr haben möchtest in deinem Leben (Stress, Sorge, alte Gewohnheiten). Verbrenne den Zettel in einer feuerfesten Schale oder zerreiße ihn bewusst.
  3. Balance: Zünde zwei Kerzen an, eine für das Licht, eine für die Dunkelheit und stelle sie nebeneinander. Sie erinnern dich daran, dass beides seinen Platz im Leben hat.

Solltest du Göttern Opfergaben darbieten wollen, passen folgende Gottheiten gut:

Göttinnen & Götter

 

die zu Mabon passen

Keltisch:

  • Modron ist eine Muttergöttin, sie ist die Namensgeberin von Mabon ap Modron und ein Symbol für Fruchtbarkeit und Schutz.
  • Mabon ap Modron ist „Sohn der göttlichen Mutter“, er ist verbunden mit Jugend, Erneuerung und Zyklen.
  • Cernunnos ist der Gott des Waldes, der Tiere und Fruchtbarkeit, er ist eng mit dem Kreislauf von Leben und Tod verbunden.
  • Dagda ist der Vater, Gott der Fülleer steht für Speise, Schutz und Wohlstand.

Griechisch/Römisch (oft in Wicca aufgegriffen):

  • Demeter / Ceres Sie ist eine Göttin der Ernte und Fruchtbarkeit.
  • Persephone / Proserpina ist Symbol für den Übergang in die dunkle Jahreszeit (der Abstieg in die Unterwelt).
  • Dionysos / Bacchus ist der Gott des Weins, der Freude und der Fülle.

Germanisch:

  • Freyr ein Gott der Fruchtbarkeit, der Ernte und des Wohlstands.
  • Idun die Göttin der Jugend, die Hüterin der Äpfel.

Allgemein im Wicca:

  • Die Erdmutter als Quelle von Fülle und Nahrung.
  • Der Gehörnte Gott als Hüter des Kreislaufs, der Natur und Jagd.
  • Sonnen- und Erntegötter für das letzte Licht und die reiche Ernte.

Die Sehnsucht nach Ritualen und Symbolik bringt immer mehr Menschen zu Neuheidnischen Strömungen. Viele Menschen empfinden das Alltagsleben als hektisch oder sinnentleert und suchen Rituale, die Halt, Struktur und symbolische Tiefe geben.

Die Balance von Licht und Dunkelheit: Jahreskreisfeste wie Mabon, Samhain oder Beltane bieten die Möglichkeit, natürliche Zyklen bewusst zu erleben, Dankbarkeit zu üben und loszulassen.

Weltweit zeigen Studien, dass es immer mehr Menschen gibt, die wohl spirituell, aber nicht religiös sind.

Das Neuheidentum wird immer beliebter, weil es einen klaren, aber flexiblen Rahmen bietet.

Die Rückbesinnung auf die Natur und die Ahnen: der Klimawandel, die Urbanisierung und die digitale Alltagswelt lassen Menschen nach Erdung und Verbindung suchen.

Die Bedeutung von Mabon in der heutigen Zeit

Mabon erinnert uns daran, innezuhalten und dankbar auf die Fülle des Jahres zu schauen. Es ist die Zeit, in der Licht und Dunkelheit im Gleichgewicht stehen, ein Moment der Harmonie, bevor die dunklere Hälfte des Jahres beginnt. Ob im Kreis gefeiert, allein mit Kerzen und Früchten oder einfach durch bewusstes Genießen der herbstlichen Natur: Mabon schenkt uns die Möglichkeit, Dankbarkeit zu üben, Ballast loszulassen und gestärkt in den Winter zu gehen.

Ich selber fühle mich von der Natur, den Jahreszeiten und dem Kreislauf des Lebens angezogen.

Viele Jahre habe ich mich mit alten Bräuchen und vor christlichem Glauben beschäftigt.

Am Ende aller Erfahrungen und Recherchen bin ich im Wicca angekommen.

Wicca bietet mir Rituale, die mir Bewusstsein für Licht, Dunkelheit, Wachstum und Loslassen schaffen. Genau die Dinge, die oft im Alltag fehlen.

Hier finde ich persönliche Freiheit und Individualität

Wicca ist flexibel, es gibt keine starren Dogmen und ich kann Rituale, Glaubensvorstellungen und Praktiken an mein eigenes Leben anpassen.

In der Gemeinschaft meines Coven erfahre ich Zusammenhalt, Austausch und gemeinsame Rituale.

Ich schätze die Möglichkeit meine Erfahrungen , Magie und Spiritualität mit Gleichgesinnten zu teilen.

Das gemeinsame Feiern der Jahreskreisfeste gibt Struktur und stärkt Zusammenhalt und Verbundenheit.

Wicca ist auch mein Weg, weil meine Suche nach Selbstverantwortung, Achtsamkeit und persönliche Transformation auf diesem Pfad voll erfüllt wird.

Abgrenzung Wicca

Um es nochmal zu unterstreichen, ist Mabon kein reines Wiccafest, es wurde durch Wicca populär.

Jeder, der die Erntezeit, die Tag-und-Nachtgleiche oder die Balance von Licht und Dunkelheit feiern möchte, kann Mabon natürlich feiern.

Die Gestaltung des Festes ist sehr flexibel, von Ritualen im Coven bis zu persönlichen  Natur oder Dankbarkeitsritualen ist alles möglich und gut so wie ihr es feiern möchtet.

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